Herbstbeginn – Hochsaison für Wohnungsbrände

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Mit den sinkenden Temperaturen zieht man sich wieder verstärkt in die eigenen vier Wände zurück. Die Heizungen werden aufgedreht, Kamine oder Öfen angeheizt, mobile Heizlüfter aus den Abstellräumen geholt und aktiviert. Genau damit beginnt aber auch die Hochsaison für Wohnungsbrände. Wie Statistiken belegen, kommt es gerade zu Beginn der Heizsaison zu einer besonderen Häufung von Wohnungsbränden. Viele davon werden durch Wärmegeräte ausgelöst, ein Großteil der Brände fällt auf die Monate September, Oktober und November.

 

Wärmegeräte zählen zu den häufigsten Zündquellen

Und alle Jahre wieder zeigt sich eine massive Häufung der durch Wärmegeräte verursachten Brände zu Beginn der Heizsaison. Eines der Hauptprobleme sind die vorwiegend in der Übergangszeit eingesetzten Kleinheizgeräte sowie deren unsachgemäße Handhabung.

Häufig werden die Heizstrahler zu nahe an brennbaren Gegenständen wie Vorhängen, Polstermöbeln oder Kleidungsstücken aufgestellt, die dann binnen weniger Minuten zu brennen beginnen.

Die Heizlüfter können aber auch direkt in Brand geraten – vor allem wenn sie stark verschmutzt oder defekt sind. „Bevor solche Heizgeräte in Betrieb genommen werden, sollten sie unbedingt auf sichtbare Schäden wie schadhafte Stecker oder geknickte Kabel und Heizspiralen hin überprüft werden. Bei stärkerer Verstaubung müssen sie unbedingt gereinigt werden.

 

Mangelnde Vorsicht beim Heizen mit Öfen und Kaminen

Neben den Kleinheizgeräten gehen aber auch von den eingebauten Öfen und Kaminen zahlreiche Brandgefahren aus. Beispielsweise kann das unsachgemäße Anheizen von Kachelöfen zur Explosion und völligen Zerstörung des Ofens führen. Die Ofentür muss nach dem Anheizen so lange offen bleiben, bis das Holz zu einem niedrigen Glutstock herab gebrannt ist. Andernfalls bilden sich brennbare Gase, die explodieren können.

Bei offenen Kaminen können durch Funkenflug oder durch heraus fallendes Brennmaterial andere Gegenstände entzündet werden. Hiervor bietet das Aufstellen von Funkengittern einen verlässlichen Schutz.

Doch auch beim Entsorgen der Asche ist Vorsicht geboten; hier können sich selbst nach 24 Stunden noch Glutreste verbergen. Die Asche darf daher nur in Metallbehälter mit Deckel und niemals in brennbare oder offene Gefäße geleert werden. Ebenso müssen brennbare Lagerungen noch vor dem ersten Anheizen von den Öfen und Heizkesseln entfernt werden. Speziell im Herbst befinden sich in den Heizräumen oder in unmittelbarer Nähe der Öfen Kartonagen, Altpapier und andere brennbare Materialien, die zu einer schnellen Brandausbreitung führen können.

 

Quelle: Brandverhütungsstelle für Oberösterreich